Ausarbeiten des Curriculums am Rechtsinstitut der Staatsuniversität der Mongolei
Um den Lehrplan des Rechtsinstitutes der Staatsunviersität auf den internationalen (deutschen) Standart zu bringen, hat das Projektbüro einiges geleistet.
In diesem Rahmen waren Hr. Prof. Dr. H. Scholler und Hr. Dr. F. Höfer im Oktober 1995 für zwei Wochen in der Mongolei, um Vorlesungen für Lehrkräfte und Studenten des Rechtsinstitutes der Staatsuniversität zu halten. Dieselben Wissenschaftler kamen im September 1996 wieder, um über die Möglichkeiten zu diskutieren, wie die Didaktik des Rechtsstudiums auf das aktuelle Niveau der Gesellschaft gebracht werden kann.
In 1996 hat eine 5-köpfige Delegation (u.a. Hr. N.Luvsanjav, Ministerfür Justiz der Mongolei, Hr. Prof. Dr. I.Dashnyam, Direktor des Rechtsinstitutes der Staatsuniversität, Hr. Dr. Ts. Adiyaa, Direktor des IAMD) einen Arbeitsbesuch in Deutschland abgestattet. Dabei wurde eine Erklärung über die Partnerschaftszusammenarbeit zwischen dem Rechtsinstitut der Staatsuniversität der Mongolei und der Universität zu Bayreuth in Bayern unterzeichnet.
- Vom 25. Januar - 08. Februar 1997: hat eine 8- köpfige Delegation bestehend aus Lehrkräften des Rechtsinstitutes eine Kennenlernreise mit dem System des Jurastudiums in Deutschland durchgeführt.
- Oktober 1997: organisierte Hr. Prof. Dr. H. Scholler ein Workshop über die Curriculumentwicklung des Jurastudiums in Ulaanbaatar.
- Vom 25. September - 08. Oktober 2000: arbeitete Hr.P.J.Kasiske, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Lehrstuhls für Rechtsphilosophie und Rechtsinformatik der Universität München, am Rechtsinsstitut der Staatsuniversität. Der Zweck dieses Aufenthalts war, das durch die HSS beratene und nun seit 3 Jahren geltende Studienprogramm des Rechtsinstituts zu analysieren, ob es oder wie es verbessert werden könnte. Dabei hat er Gespräche mit einzelnen Lehrstühlen, mit Vertretern von Studenten und nichtzuletzt mit der Leitung des Rechtsinstituts geführt. Im Rahmen seines Aufenthalts wurde auch ein Rundtischgespräch unter den Rechtshochschulen zum Thema "Modernisierung des Studienprogramms für die juristische Hochschulausbildung" organisiert.
- Vom 14-21. Oktober 2001: Im Rahmen der Beratung des 5-Jahrescurriculums am Rechtsinstitut der Staatsuniversität absolvierte eine 6-köpfige Delegation unter Leitung von Hr. Prof. Dr. G. Sovd eine Informationsreise nach Deutschland bzw. Bayern. Das Ziel der Reise bestand darin, sich mit der jursitischen Ausbildung und dem Prüfungssystem vertraut zu machen. Der Delegation gehörten Hr. Dr. N. Lundendorj, stl. Direktor des Rechtsinstitutes der Staatsuniversität, Hr. Dr. D. Bayarsaikhan, Dozent am Rechtsinstitut der Staatsuniversität, Fr. Dr. B. Urantsetseg, Dozentin an der Managementakademie und Hr. M. Erdenebat, Mitarbeiter des Minsiteriums für Justiz und Inneres an und sie besuchten das bayerische Justizministerium, die Ludwig-Maximilian-Universität München, die Bayerische Verwaltungsschule am Ammersee und die Universität Bayreuth.
- Vom 23. September - 06. Oktober 2002: Hr. P. Kasiske, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Lehrstuhls für Rechtsphilosophie und Rechtsinformatik an der LMU München, arbeitete im Rechtsinstitut der Staatsuniversität der Mongolei, um Forschungen bezüglich der Verbesserung des neuen 5- jährigen Currculums zu stellen.
Ausarbeitung der Gesetzesentwürfe

Die durch das Projektbüro der HSS beratenen Gesetzesentwürfe:
1. Strafgesetzbuch
2. Strafprozeßordnung
3. Polizeigesetz
4. Verwaltungsprozeßordnung
- Januar 2002: Die Tatsache, dass das neue Strafgesetzbuch und die Strafprozessordnung im Januar 2002 durch das Parlament der Mongolei verabschiedet wurden, zeigt, dass die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Beratung bei der Ausarbeitung von Gesetzesentwürfen bereits ihre Früchte trägt. Der Entwurf der Verwaltungsprozessordnung steht auf der Liste der zu debattierenden Gesetzesentwürfe der Frühjahressitzung 2002 des Parlaments der Mongolei. Die HSS hat ihre Akademie “Rechtsbildung” mit dem Zweck errichtet, damit sie Bildungsmassnahmen zu den Gesetzen, die sie beraten hat, durchführt.
- Am 09. Januar 2003: kündigen das Projektbüro der HSS und die Akademie “Rechtsbildung” ihr Interesse für die Teilnahme an von der Weltbank ausgerufenen Ausschreibungen “Aus- und Fortbildung von Personalien des Verwaltungsgerichts” und “Verbesserung des Curriculums von Jura - Hochschulen”. Die Hanns – Seidel – Stiftung sah sich gezwungen, ihr Interesse für die Teilnahme an obigen beiden Ausschreibungen zu verkünden, weil sie die mongolische VwGO von Anfang an berät und in diesem Zusammenhang sehr eng mit dem mongolischen Parlament, dem Ministerium für Justiz und Inneres und anderen Organen zusammenarbeitet. Ausserdem schliessen die ersten Studenten des Rechtsinstitutes der Staatsuniversität im Frühjahr 2003 ihr Studium ab, die nach dem neuen an europäischen Standart angelehnten 5- jährigem Curriclum studiert haben.
PS.: Informationen über die hiermit verbundenen Massnahmen können Sie aus den Schwerpunkten “Arbeits- und Informationsbesuche” und “Seminare, Symposien” entnehmen.